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Verbraucher wünschen individuelles Erlebnis–Shopping

Von Frank Lampl 30.07.2014 Marketing

Einkauf wird zum Erlebnis – digitale Innovationen treffen auf Service und Komfort des stationären Handels. Das Europa Konsumbarometer 2014 zeigt deutlich diesen Trend. Der Einkauf beim Händler vor Ort muss sich lohnen. Die Verbraucher in Europa erwarten eine individuelle Ansprache und Angebote.

Verbraucher wünschen individuelles Erlebnis – Shopping

Um Kaufimpulse und Kundenfrequenzen im Geschäft zu steigern, sind kreative Konzepte die auch Freizeitangebote passend zur jeweiligen Branche mit einbeziehen gefragt.

Smartphones - NFC, QR-Code . . . .

Das Smartphone kann dabei eine große Rolle spielen. Ob informieren oder bezahlen - kassenfreie Bezahlmethoden und digitale Bildwände sind zeitgemäße Anreize und animieren die Kunden weiterhin im stationären Handel einzukaufen.

Bereits 37 Prozent der europäischen Verbraucher zeigen grundsätzliches Interesse an der Möglichkeit mit dem Handy schnell und unkompliziert zu bezahlen. Allerdings tun dies nur 15 Prozent. Tablets und interaktive Medienstationen in Verkaufsräumen finden eine große Mehrheit der Verbraucher als hilfreich. Dabei geht es um das Abrufen von zusätzlichen Produktinformationen (75%), nicht lagernde Artikel zu bestellen (71%) oder Produkte im Geschäft zu finden (66%).

Digitale Wände, z.B. in Durchgangsbereichen, kommen bei den Verbrauchern gut an. Auch das bestellen von Artikel durch abfotografieren eines QR-Codes finden 41 Prozent als nützlich.

Freizeitangebote und Kinderbetreuung im Kommen

Die Schnelligkeit des Internets vor Ort mit attraktiven Dienstleistungen und digitalen Service zu verbinden ist ein zentraler Wunsch der Verbraucher. So befürworten z.B. 73 Prozent der Verbraucher sogenannte „Drive-in-Stationen" um im Internet bestellte Ware abzuholen. Durch solche Lösungen erhöht sich auch das Potenzial für Spontankäufe. Außerdem begrüßt jeder zweite Europäer die Möglichkeit, einen Beratungstermin zu vereinbaren.

Einkaufen wird vermehrt zum Freizeiterlebnis. Betreuungsangebote für Kinder sowie ergänzende Freizeitangebote passend zum Geschäft machen den Besuch im Ladenlokal für die Europäer attraktiv. Natürlich gehört auch die persönliche Ansprache durch den Verkäufer dazu.

Bei digitalen Spielereien geht der Nutzen vor!

Von technischen Erfindungen wie internetfähiges Mobiliar oder Kleiderbügel die mit sozialen Netzwerken kommunizieren sind die Europäer noch nicht überzeugt. Digitale Innovationen müssen effizient sein und das Shopping Erlebnis sinnvoll komplettieren.

Dr. Bernd Skierra, Professor für Electronic Commerce an der Johann Wolfgang Goethe - Universität Frankfurt fasst zusammen: „Fachhändler stehen vor der großen Herausforderung, ihre hochwertige Beratungsleistung im stationären Geschäft mit den Möglichkeiten des Internets zu verknüpfen. Sonst besteht die Gefahr, dass Kunden sich zwar vor Ort informieren, dann aber bei anderen Anbietern im Internet bestellen. Optimales Multichannel-Management ist dafür von zentraler Bedeutung."

Maßgeschneidertes Digital Shopping im Geschäft, das zugleich personalisiert, interaktiv und emotional ansprechend ist, ist der Trend von morgen.

Über die Studie

Das Europa Konsumbarometer wird jährlich von der Commerz Finanz GmbH herausgegeben. Traditionell befasst sich die Studie mit dem Verbraucherverhalten in Europa sowie den Entwicklungen und Trends in verschiedenen Konsumgüterbranchen.